Erfahrungsbericht Mutter-Kind-Kur – Teil 2

Nach einer ruhigen ersten Nacht begann am Mittwoch der Tag für die Kinder im Kinderpavillon. Die Kinderbetreuung ist von Montag bis Freitag von 8.15 Uhr bis 15.30 Uhr. Die Kinder sind in drei Gruppen eingeteilt. In die erste Gruppe, die Weltentdecker,  gehen die kleinen Kinder und Geschwisterkinder. Die zweite Gruppe, die Elstersteinracker, ist für Kinder im Schul- bis Jugendalter. Die dritte Gruppe, die Gipfelstürmer sind für die älteren Jugendlichen und Erwachsene mit Behinderung.

Erfahrungsbericht-Mutter-Kind-Kur-6Für die Eltern ging es dann zum Frühstück, die Kinder nehmen hier die Mahlzeiten, bis auf das Abendessen, in den jeweiligen Gruppen ein. Ich persönlich finde das toll, so komme ich auch mal dazu, in Ruhe zu Essen, einen Kaffee zu trinken und mich den anderen ohne Unterbrechung zu unterhalten.

Informationsrunde und Hausführung

Nach dem Frühstück gab es mit der Hauspsychologin eine Informationsrunde, wo wir über alles relevante zur Kur informiert wurden. Bei der anschließenden Hausführung wurden sämtliche Räume, wie Waschküche, Therapieräume, Bastel- und Aufenthaltszimmer gezeigt.

Nach dem Mittagessen haben sich alle im Bewegungsraum zu einer Vorstellungsrunde getroffen. Das hat mir persönlich ganz gut gefallen. Es finde es gut zu wissen, mit wem ich die nächsten Wochen unter einem Dach wohne, wo die Leute herkommen, wie die Kinder heißen und in unserem speziellen Fall, welche Behinderung oder Handicap sie haben.

Das war es auch schon für den zweiten Tag. Ich hab die Kinder aus der Betreuung geholten und wir sind zu einem Spaziergang in den Park gegangen. Nach dem Abendessen gab es noch eine Tobe-Runde in der Bewegungshalle, ich hatte die tolle Vorstellung, das sie danach richtig müde sind. Pustekuchen…das Gegenteil war der Fall. Total aufgedreht hatte ich Mühe beide zum Schlafen zu bringen.

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Am nächsten Tag ging es richtig los. Kinder wegbringen und auf zu den Kneipp-Güssen. Die sind sehr gewöhnungsbedürftig aber toll zum Kreislauf anregen. Wer möchte oder es verordnet bekommen hat, darf sich auf dem Galileo-Therapiegerät  anständig durch rütteln lassen und dann geht es ab zum Frühstück.

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Anwendungen

Danach beginnen die Anwendungen, die jeder, je nach medizinischer Indikation auf seinem Plan hat. Bei mir waren es Fango, Massage, Krankengymnastik, Gerätetraining, Wirbelsäulengymnastik, Walking und Schlammsauna (ganz was feines). Der Plan ist straff aber es ist machbar. Wen man merkt, es ist einem zu viel, kann das jederzeit geändert werden. Zwischendurch, beim Kaffee trinken, beim Wasser „tanken“ oder bei den Mahlzeiten ist immer Platz für Gespräche mit den anderen Eltern.

Wenn es verordnet wird oder man von sich aus möchte, besteht auch die Möglichkeit von Einzelgesprächen bei den Therapeuten und Psychologen. Für mich war und ist das immer sehr emotional, da wird an Sachen gekitzelt, die oft lange im Verborgenen schlummern. Taschentücher nicht vergessen!Erfahrungsbericht-Mutter-Kind-Kur--6Die Abende verbrachten wir im Schwimmbad, der Bewegungshalle, auf dem Spielplatz oder auch mal auf dem Zimmer. Da es Fernseher nur in den Aufenthaltsräumen gibt, empfiehlt es sich Tablet oder Laptop mitzubringen, wenn das gewünscht wird.

Am Wochenende hat uns dann der Papa besucht, davon habe ich hier schon berichtet. Der Papa durfte für 25€ die Nacht mit bei uns im Zimmer schlafen, die Mahlzeiten durfte er mit uns zusammen im Speiseraum einnehmen, kostet pro Mahlzeit noch einmal 5€.

…Fortsetzung folgt…

Alles Liebe

Kerstin

Und hier gibts weitere Kurberichte.

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