Erfahrungsbericht Mutter-Kind-Kur – Teil 4

Unsere Mutter-Kind-Kur ist zu Ende, seit Dienstag sind wir wieder im Ländle und der Alltag hat uns wieder.

Die letzte Kur-Woche war noch einmal prall gefüllt mit Anwendung, Gesprächen und interessanten Vorträgen. Ich hatte auf meinem Plan Krankengymnastik, Hebeschule, Wirbelsäulengymnastik, Aqua Fit, Walking, Fango, Massage und Schlammsauna. Der Große hatte ebenfalls Krankengymnastik, Bewegungsbad in der Gruppe und Bewegungsgruppe.

Klangmassage und kneippsche Güsse

Jeden Morgen „durften“ wir zu den kneippschen Güssen und anschließend auf den Galileo. Ich hab mir in der Woche nochmal die Gesichtslymphdrainage und eine Klang-Massage gegönnt. Die Klang-Massage kann ich jedem empfehlen, es war für mich eine total neue Erfahrung. Hinterher war ich tiefenentspannt und empfand ein total warmes Gefühl im ganzen Körper.

Mutter Kind Kur mit Austist

Was sich keiner entgehen lassen sollte, sind die angebotenen Vorträge über Burn Out, Kindernotfall und Wirbelsäule.

Gesprächsrunde über Pflegeleistungen

Viel Wissenswertes bekamen wir in der Gesprächsrunde über Pflegeleistungen zu hören. Großes Ahhh und Ohhh ging durch die Reihen, als uns die Therapeutin erklärte was uns alles zusteht und wofür wir Betreuungsleistungen, Verhinderungspflege etc. verwenden können. Ich war mir sicher, schon gut über das Thema Pflegegeld informiert zu sein. Trotzdem habe ich noch einige Sachen erfahren, die ich bis dato noch nicht wusste bzw. verstanden hatte.

Mutter-Kind-Kur mit autistischen Kindern

Eine für mich auch sehr interessante Runde war das Gespräch über Erziehung speziell von behinderten Kindern/Geschwisterkindern. Mir fällt es oft schwer bei unserem Großen zu unterscheiden, wo fängt die Behinderung an und wo hört normales kindliches Verhalten auf. Wie reagiere ich in verschiedenen Situationen auf sein Verhalten, versteht er überhaupt, was ich von ihm will? Oder wie erkläre ich unserem Dreijährigen, das für ihn bestimmte Sachen anders laufen, als für seinen großen Bruder. Schaut er sich doch vieles bei ihm ab und nimmt ihn als Vorbild.

Ich hatte noch verschiedene Einzelgespräche mit Psychologin und Sozialpädagogen. Darin ging es immer wieder darum, das ICH wichtig bin und meine Gesundheit ebenso und was ich zu Hause in Zukunft ändern kann, um ein weiteres Burn Out zu verhindern und in alte Muster zu verfallen.

Fazit

Für mich und auch für die Kinder waren die drei Wochen Mutter-Kind-Kur im Haus Elstersteinpark in St. Ingbert eine wunderbare Erholung und Entspannung. Ich habe neue Kontakte geknüpft und tolle Gespräche geführt. Ich habe Anregungen bekommen, wie ich zu Hause mit den Alltagsbelastungen umgehen kann, ohne gleich wieder zusammen zu brechen.

Mutter-Kind-Kur

Mein Anwendungen konnte ich wahrnehmen, ohne mir Sorgen um die Betreuung meiner Kinder zu machen. Die waren im Kinderpavillon mit anderen behinderten und nicht-behinderten Kindern super aufgehoben. Für alle Belange war zu jeder Zeit ein Ansprechpartner zu erreichen. Auch als uns alle drei der Magen-Darm-Virus ausgeknockt hatte. Die Küche rief sofort an, ob wir Zwieback und Tee brauchen. Der Empfang versorgte uns mit Medikamenten und die Putzfrau mit frischer Wäsche. Kinderpavillon, Therapeuten und Arzt waren innerhalb kurzer Zeit informiert, ohne das ich nur einen Finger zu rühren brauchte. Dafür bedanke ich mich noch einmal bei allen Mitarbeitern des Hauses.

Mutter-Kind-Kur Erfahrung

Mütter mit behinderten oder nicht behinderten Kind/ern kann ich nur empfehlen:

Beantragt eine Mutter-Kind-Kur!

Jede Mutter/Vater hat einen Anspruch darauf, wenn der  Arzt eine Kurbedürftigkeit attestiert. Lernt dort, Euch wieder um Euch selbst zu kümmern und Eure Bedürfnisse wichtig zu nehmen.

ABER: Fahrt auf KEINEN Fall nach St. Ingbert, denn da wollen wir wieder hin 😉

Alles Liebe

Kerstin

Wer möchte, kann hier nochmal Teil 1, Teil 2 und Teil 3 nachlesen.

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