MInimalismus

Minimalismus und Ausmisten

Patricia von Moms’s Blog ist schuld! Sie hat mich angesteckt mit ihrem Minimalismusprojekt. Sowas spukt mir ja schon lange im Kopf herum. Hab schon etliche Bücher dazu gelesen aber irgendwie bin ich nicht in die Pötte gekommen. Manchmal brauch ich einen Tritt in den Hintern. Oder jemanden, der mich einfach mitzieht und dann klappt’s.

Minimalismus und Ausmisten

Bei mir ist ein Gen aus der Steinzeit übrig geblieben. Damals waren die männlichen Mitglieder einer Sippe für das Jagen zuständig und die weiblichen fürs Sammeln. Ich sammle gern. Nichts bestimmtes aber von allem ein bisschen. Ich liebe schöne Dinge für Küche und Haushalt. Davon kann ich nie genug bekommen. Was für andere Schuhe und Klamotten, ist für mich „praktisches“ für Küche und Haushalt. Bevor die Jungs auf die Welt kamen, hab ich regelmäßig ausgemistet. Nur in den letzten sieben Jahre hab ich es schleifen lassen. Es wurde von allem immer mehr. Egal ob Spielzeuge, Klamotten oder Haushaltsgegenstände. Alles habe ich aufgehoben. Kann ich alles irgendwann gebrauchen, so dachte ich mir.

Mit der Zeit wurden die Regale, Schränke und Kellerräume immer voller. Ich merkte, dass ich irgendwann nur noch genervt war, von dem ganzen Krempel. Ich hatte das Gefühl zu ersticken. Mal ehrlich, wie viel Dinge habt ihr in den Schränken, die ihr selten oder gar nicht nutzt? Bei mir ist da einigen. Also habe ich für mich beschlossen, etwas zu ändern.

Wie miste ich richtig aus?

Patricia hat auf ihrem Blog eine tolle Anleitung, wie sie ihr Chaos bekämpft und richtig ausmistet. Ich bin an die Sache immer ganz anders herangegangen. Ich hatte eine ToDo-Liste, mit allem, was ich erledigen wollte. Darauf standen so Dinge wie

  • Keller ausmisten
  • Bücher sortieren
  • Klamotten aussortieren usw.

Immer schrieb ich Neues dazu. Die Liste wurde länger und länger. Irgendwann hatte ich keine Lust mehr, überhaupt noch drauf zu schauen.

„Den Keller ausmisten? Das schaffe ich nie im Leben an einem Tag! Dafür brauche ich mindestens eine Woche. So viel Zeit habe ich gar nicht. Dann liegt und steht alles rum und ich versinke noch mehr im Chaos. Dann lass ich es lieber gleich.“

So ähnlich waren meine Gedanken. Dann kam Patricias Minimalismusprojekt und ich begann darüber nachzudenken. Warum zum Teufel wollte ich alles auf einmal erledigen? Warum nicht in kleinen Schritten?

Entrümpeln – Step by Step

Also schmiss ich die Liste weg. Ich fing an, mir anstelle eines großen Projektes, kleinere vorzunehmen. So wurde aus dem ganzen Keller ein Keller-Regal. Aus dem ganzen Kinderzimmer ein Schrank und immer so weiter. Das erstaunliche war, dass ich nicht mehr das Gefühl hatte, auf der Stelle zu treten. Ganz im Gegenteil, ich fühlte mich mit jeder Schublade, jedem Fach und Schrank leichter und freier.

Auf meiner To-do-Liste steht jetzt jeden Tag EINE Sache/Schrank/Schublade oder was auch immer ich entrümpeln möchte. Jeden Tag ein Ziel, das machbar ist. Es geht gar nicht mehr darum, ein ganzes Zimmer, die komplette Wohnung oder das Haus in einem Rutsch auszumisten. Sondern um die kleinen „Baustellen“, die ich jeden Tag wegschaffen kann.

Minimalismus – Was heißt das für mich?

In Wikipedia steht zum Thema Minimalismus etwas vom Lebensstil und einfachem Leben. Für mich speziell heißt das, in Zukunft zu überlegen, was wirklich wichtig ist. Was brauche ich und was nicht? Danach werde ich entscheiden, wofür ich mein Geld ausgebe. Auch dazu hat Patricia etwas Passendes geschrieben:

Dennoch werde ich auch in Zukunft nicht „verzichten nur um zu verzichten“. Darum geht es mir nicht. Ich werde weiterhin Dinge kaufen, die mir WIRKLICH gut gefallen. Allerdings werde ich nicht mehr vorschnell zuschlagen, sondern jeden Kauf gut überdenken. Ist es wirklich genau das, was ich will oder gibt es eine bessere, langlebigere, umweltfreundlichere Alternative? Zitat Mom’s Blog

Minimalismus und Ausmisten

Und jetzt mal Butter bei die Fische:

Was habe ich bis jetzt geschafft?

Erstmal vorne weg, es ist nicht viel, aber ein Anfang. Ich schreib das nur auf, um mir persönlich auf die Schulter zu klopfen. Um zu sehen, dass auch Kleinvieh schon Mist macht. Ich hab

  • die Kühltruhe ausgeräumt und geputzt
  • die Schränke im Bad entrümpelt, neu sortiert und geputzt
  • im Kinderzimmer das Spielzeugregal, das Bücherregal, die Lego- und Playmobilkisten ausgemistet
  • die Kleiderschränke im Kinderzimmer neu sortiert
  • den Schrank im Flur mit dem ganzen Kosmetikvorrat, Batterien, Geldbörsen und anderem Kleinkram aufgeräumt und sortiert und
  • meinen Putzmittelschrank neu geordnet und einiges entsorgt
  • meinen Vorratsschrank durchgeschaut.

Die Liste werde ich immer ergänzen und mir damit selber beweisen, wie einfach es ist minimalistisch zu leben.

Wie sieht es bei euch aus? Was macht ihr, um nicht im Chaos unterzugehen? Oder lebt ihr schon Minimalistisch?

Alles Liebe

Kerstin

Mehr zum Thema HAUSHALT gibt es HIER. Und HIER gehts um Organisation.

 

1 Kommentar

  • Natalie 12. Juli 2017 auf 13:12

    Du hast doch schon ganz gut was geschafft!

    Ausmisten macht mir persönlich ja immer wieder Spaß! Besonders bei Kleidung fällt mir die Arbeit immer leichter. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich jetzt mit 30 endlich bei mir selbst angekommen bin. Das mag jetzt merkwürdig klingen, aber erst seit ich so in mir gefestigt bin, kann ich von materiellen Dingen besser los lassen und verzichte immer mehr auf Konsum. Da half vorher auch kein noch so guter Ratgeber. 😉

    Bleib dran!

    Liebe Grüße, Natalie

    Antwort

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