Reisebericht mit Video – Mit dem Wohnmobil im Herbst auf Rügen

Die Herbstferien sind zu Ende und wir sind wieder zu Hause angekommen. Die Camping-Saison ist vorbei. Das Wohnmobil wird geputzt, eingemottet und fertig gemacht für das Winterquartier. Heute möchte ich euch von unserer letzten Reise in diesem Jahr erzählen – unserem Wohnmobil-Urlaub auf der Insel Rügen.

Video – mit dem Wohnmobil auf der Insel Rügen

Video zu unserer Reise

Reisebericht – mit dem Wohnmobil nach Rügen

Unsere Reise startete dieses Mal etwas anders als sonst. Am Freitagnachmittag, dem Beginn der Herbstferien, flogen Laurenz und ich nach Dresden. Ich hatte ja im Mai mein Flugangst-Coaching in Berlin und dieser Flug war quasi der Test und meine Hausaufgabe. Meine Tochter holte uns in Dresden ab und wir verbrachten zwei Tage bei ihr. Mein Mann fuhr mit dem Kleinen derweil mit dem Wohnmobil hinter uns her und gabelte uns bei der Großen auf. Dann ging es los in Richtung Ostsee, auf die Insel Rügen.

Wohnmobil Stellplatz Stralsund
Wohnmobilstellplatz Stralsund

Zwischenstopp – Wohnmobilstellplatz Stralsund

Da wir die ganze Strecke nicht in einem Rutsch durchfahren wollten, haben wir einen Zwischenstopp mit einer Übernachtung auf dem Wohnmobilstellplatz in Stralsund eingelegt. Der Stellplatz befindet sich relativ zentral in Stralsund und bietet Platz für bis zu 18 Wohnmobile. Es gibt eine wunderschöne Grillstelle, Sitzmöglichkeiten, WLAN, Strom- und Wasseranschluss sowie Entsorgungsmöglichkeiten für Toilette und Abwasser. Hunde sind erlaubt und als besonderen Service bietet der Betreiber frische Brötchen zum Frühstück inklusive an. Das fanden wir total super und den Stellplatz sehr empfehlenswert.

Wohnmobilstellplatz Stralsund

Stadtrundfahrt Stralsund – Segelschiff Gorch Fock

Bevor es für uns weiter ging nach Rügen, nutzen wir die Gelegenheit noch zu einer Stadtrundfahrt durch Stralsund und einem Besuch des Segelschiffes Gorch Fock.

Wohnmobil Rügen - Stralsund Gorch Fock

Wohnmobilstellplatz Rügen mit Autovermietung

Als Wohnmobilstellplatz für unseren Aufenthalt auf der Insel hatten wir uns den Caravan Platz in Bergen auf Rügen ausgesucht. Der Platz befindet sich in Stadtrandlage und ist ein zentraler Start zu Ausflügen auf Rügen.

Wir hatten uns für die Zeit unseres Aufenthaltes beim Betreiber des Stellplatzes ein Auto gemietet. Für 30 € am Tag haben wir den Kleinwagen für unsere Ausflüge über die Insel genutzt.

Sassnitz – Hafenstadt mit Charme

In Sassnitz hatten wir eigentlich eine Schifffahrt zu den Kreidefelsen geplant. Leider war die Schifffahrt an diesen Tagen wegen des hohen Wellganges eingestellt. Also spazierten wir die Mole entlang, sahen uns die Altstadt mit den wunderschönen Häusern an und besuchten das U-Boot Museum im Hafen.

Gaudi an der Mole

Besonderes Mitbringsel für vierbeinige Lieblinge – Hundeleinen aus Segeltau

In Sassnitz gibt es übrigens eine Hundeleinen-Manufaktur, die Insel-Köter. Dort werden Hundeleinen aus Segeltau herstellt und verkauft. Wer ein hübsches Mitbringsel für seinen vierbeinigen Liebling sucht, findet da auf jeden Fall etwas. Die Manufaktur hat von Dienstag bis Freitag von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Wir waren leider eine Stunde zu spät dran. Die Manufaktur hatte schon geschlossen, als wir ankamen und so konnten wir Max leider nicht mit einer schmucken neuen Leine ausstatten.

Max mit stolz geschwellter Brust

Prora – Koloss von Rügen

Am nächsten Tag statten wir Prora einen Besuch ab. In Prora, einem Ortsteil von Binz befindet sich der „Koloss von Rügen“, ein Gebäudekomplex aus der Nazi-Zeit. Er war ursprünglich von der Organisation KRAFT DURCH FREUDE dazu gedacht, dass dort 20000 Menschen gleichzeitig Urlaub machen sollten. Auf einer Länge von 4,5 Kilometer waren baugleiche Blöcke geplant, welche die Urlauber beherbergen sollten. Durch Beginn des Krieges wurde der Bau allerdings nie fertiggestellt.

Heute werden große Teile dieser Anlage nach der Sanierung auf einer Länge von 2,5 km als Eigentumswohnungen, Hotels und einer Jugendherberge genutzt. Der ganze Komplex ist einzigartig. Er ist beeindruckend und spooky zugleich und man sollte ihn sich auf jeden Fall ansehen, wenn man auf Rügen ist. 

Koloss von Prora - Rügen
Prora – NS-Hinterlassenschaften in neuem Glanz

Jagdschloss Granitz und die Seebrücke in Sellin

Zum Jagdschloss Granitz fuhren wir mit dem Jagdschloss-Express, einem kleinen Zug auf Rädern, der die Besucher vom Parkplatz bis zum Schloss bringt. Wer Zeit hat, sollte unbedingt im Wirtshaus „Alte Brennerei“ im Schlosskeller einkehren, einen Kaffee trinken und den selbst gebackenen Kuchen probieren. 

Ich weiß nicht, ob es an dem Eierlikör lag, den es im Wirtshaus zu unserem Kaffeegedeck dazu gab oder an dem schönen Herbstwald. Auf jeden Fall haben wir uns auf dem Rückweg vom Schloss durch den Wald verlaufen und sind erst eine halbe Stunde von unserem Parkplatz entfernt wieder auf der Straße gelandet.

Schloss Granitz auf Rügen
Schloss Granitz auf Rügen
Herbstwald bei Schloss Granitz
Alte Brennerei Schloss Granitz
Lecker Kaffee und Kuchen – das Beste war der Eierlikör
Das Wandern ist des Ludwigs Frust… 

Ich bin dann im Dauerlauf zum Parkplatz zurück und habe unser Auto geholt. Die Kinder waren am Verdursten, hungrig und konnten keinen Schritt mehr laufen. Als die ganze Mannschaft im Auto saß, war alles wieder gut und es ging weiter zur Seebrücke nach Sellin. Die wollten wir uns unbedingt im Dunkeln anschauen, weil sie so einfach viel besser wirkt.

Sellin in der Abenddämmerung
Seebrücke Sellin in der Abenddämmerung

Ein Haus, das auf dem Kopf steht, leckere Buttermakrele und ein englisches Café mitten auf Rügen

Am letzten Tag unseres Rügen Aufenthaltes statteten wir dem Haus, das auf dem Kopf steht einen Besuch ab.  Anschließend fuhren wir nach Putgarten und wanderten 6 km am Kap Arkona entlang, aßen leckere Buttermakrele im kleinen Fischerdorf Vitt und entdeckten ein englisches Café mitten auf Rügen. Dort gibt es nicht nur allerlei englischen Nippes, sondern auch die besten Scones, die ich je gegessen habe. 

Haus, das auf dem Kopf steht - Rügen
Haus steht Kopf
Verkehrte Welt
Wohnmobil Rügen - Kap Arcona
Kap Arcona
Kap Arkona – nördlichster Zipfel
Rügen im Herbst
Meine drei Männer

Unser Fazit zum Urlaub und warum einmal Rügen reicht

Wir wollten unbedingt einmal nach Rügen, weil uns schon oft von der schönen Gegend vorgeschwärmt wurde. Das können wir nur bestätigen, die Kreidefelsen und die herrlichen alten Seebäder sind absolut sehenswert. Was uns aber aufgefallen ist, das viele Sachen absolut überteuert sind. Ein Besuch im Haus, das auf dem Kopf steht, kostet 18 €, eine einfache Pizza ohne jede Besonderheit 11 €. Für jede noch so kleine Attraktion muss der Urlauber kräftig in die Tasche greifen. An Parkplätzen hängen ziemlich schnell Strafzettel an der Scheibe, wenn man nicht genau darauf achtet, wie die Vorschriften sind.

Aus jeder Garage wird eine Pommesbude gestampft und die Souvenirläden sind voll mit Ramsch, für den man die 5-fachen Preise wie im 1 € Laden zahlt.

Versteht mich bitte nicht falsch. Mir ist klar, dass die Leute dort vom Tourismus leben. Trotzdem wird man das Gefühl nicht los, abgezockt zu werden. Vielen Orten fehlt der Charme und das für die Region typische. Wir sind die Letzten, die im Urlaub aufs Geld schauen aber die Kosten für diese eine Woche waren echt hoch. Wie wir feststellen mussten, ist das nicht nur uns aufgefallen. Viele Leute, mit denen wir uns unterhalten haben, empfanden es ähnlich. Auch auf Instagram erhielt ich Nachrichten, wo mir genau das bestätigt wurde, was auch unser Gefühl war.

Unser Fazit für diesen Urlaub

Rügen ist schön, aber ein zweites Mal muss nicht sein.

Wollt ihr mehr von unseren Reisen lesen, dann schaut doch mal hier unter:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Etwas suchen?