Hallo März und der Tag geht gut los…

Hallo März und der Tag geht gut los…

In der Schule des Lebens bekommen wir täglich die gleiche Aufgabe: das Beste zu machen.

Nachdem der Tag heute Morgen schon blutig gestartet ist, versuche ich mal, das Beste daraus zu machen.

Der Große hatte das Nasenbluten des Grauens und war der Meinung, er verblutet und stirbt gleich. Ja, es ist nicht immer einfach, mit Autisten in der Familie…

Ich bin da gerade wieder intensiv daran, mich mit dem Thema Autismus und Pubertät zu befassen. Denn es warten gerade wieder neue Herausforderungen auf uns.

Die alte Schule und Tagesgruppe hatte uns viele Jahre hindurch begleitet und uns intensiv unterstützt. Durch den Umzug und den Schulwechsel ist das alles seit einem halben Jahr weggebrochen. Wir sind in vielen Dingen wieder auf uns alleine gestellt und müssen uns neu orientieren.

Wir haben damit gerechnet, dass nicht alles glattlaufen würde, trotzdem hofft man ja insgeheim immer, dass alles klappt. Nun ja, was soll ich sagen, es läuft eben nicht alles glatt. Dem Großen geht es nicht gut und er leidet. Mit Überforderung, Reizüberflutung und Unverständnis der anderen. Mir ist durchaus bewusst, dass man viele autistische Verhaltensweisen nicht verstehen kann, wenn man sich noch nie mit dem Thema befasst hat.

Ich habe es am eigenen Leib erfahren und von vielen Eltern mit autistischen Kindern gehört, wie verständnislos das Umfeld, Schule, Lehrer, Freunde oder die Familie reagiert. Ich dachte immer: „Phuuu, bis auf einige wenige Ausnahmen sind wir da drumherum gekommen.“ Leider holt uns das jetzt alles ein.

Ich habe mir die letzten Tag mal die Mühe gemacht, mich hingesetzt und einen vierseitigen Vortrag über Autismus ausgearbeitet habe, um im schulischen Umfeld für mehr Verständnis aufzuklären. Unsere nächstes Gespräch ist in 14 Tagen… Mal sehen, ob da etwas herauskommt.

Wenn nicht, dann heißt es wieder orientieren, recherchieren und telefonieren. Ist alles nicht ganz einfach und kostet Kraft.

Aber wie gesagt, wir machen das Beste draus…

2 Kommentare

  1. Doris
    4. März 2022 / 19:01

    Liebe Kerstin, mir tut es in der Seele weh, wenn ich deine Zeilen lese. Ich bin seit ewiger Zeit Sonderpädagogin, nun in der Schulaufsicht und kenne viele Eltern und Kinder mit ähnlichen Sorgen. Leider darf man nicht einmal dort, wo Menschen Geld dafür nehmen, mit Kindern zu arbeiten und sie zu unterstützen, auf Verständnis hoffen. Dein Sohn kann froh sein, eine Familie wie eure und eine Mutter wie dich zu haben. Lasst euch nicht unterkriegen und kämpft für den jungen Mann! Alles Liebe, alles Gute! Doris

    • Kerstin
      Autor
      6. März 2022 / 11:12

      Hallo liebe Doris, vielen Dank für Deine Worte. Wir tun unser allerbestes, damit es unserem Großen gut geht. Leider fehlt oft das Verständnis von außen. Liebe Grüße

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