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Ich bin dann mal weg … Zum Blut spenden – Coronadiary #7

Blut spenden

Das erste und letzte Mal, dass ich Blut gespendet habe, war im Jahr 2007. Ich war ganz stolz auf mich, denn eigentlich bin ich nicht unbedingt jemand, der sich um eine Nadel im Arm reißt.

Aber ich habe gedacht, ich tu mal was Gutes damit. Das war auch der Grund, warum ich mich entschieden habe, in dieser Woche wieder einmal zum Blut spenden zu gehen. Irgendwo hatte ich gelesen, dass aufgrund der Corona-Krise die Blutreserven knapp werden könnten.

Auch wenn viele Kliniken gerade OP’s verschieben, so werden weiterhin Blutpräparate für chronisch Kranke und Notfälle benötigt. So sind beispielsweise viele Menschen mit Tumorerkrankungen während einer Chemo- oder Strahlentherapie auf darauf angewiesen. Diese werden auch während der Corona zeigt weiterhin benötigt.

Wo kann man Blut spenden?

Eins vorne weg:

Blutspendetermine sind von Kontaktverboten und Ausgangssperren nicht betroffen!

Über den Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes und auch bei Kliniken kann man sich zu Blutspendeterminen informieren.

Eine Blutspende dauert in der Regel 30 bis 40 Minuten. Da momentan erhöhte Sicherheitsmaßnahmen beachtet werden müssen, sollte man etwas mehr Zeit einplanen.

Blut spenden

Wer darf Blut spenden?

Blut spenden darf jeder gesunde Mann und jede gesunde Frau ab 18 Jahren mit einem Mindestkörpergewicht von 50 kg. (Schaffe ich locker) Erstspender sollten nicht älter als 64 Jahre alt sein und ab 73 Jahren wird man auch nicht mehr zur Blutspende zugelassen. Menschen mit Eisenmangel und bestimmten Vorerkrankungen sowie risikohaftem Sexualverhalten (was auch immer das bedeutet?) sind ebenfalls von der Blutspende ausgeschlossen. Für Rückkehrer von Auslandsaufenthalten in einigen Ländern gibt es ebenfalls besondere Regelungen.

Momentan darf man auch nicht spenden, wenn man:

  • in den letzten 4 Wochen im Ausland war
  • Kontakt zu Coronainfizierten hatte (4 Wochen Wartezeit)
  • selbst mit dem Coronavirus infiziert war (8 Wochen Wartezeit)
Blut spenden

Wie lief die Blutspende ab?

Ich hatte mich über den Blutspendedienst nach einem Termin in meiner Nähe erkundigt. Hier war es so, dass man nicht einfach hingehen konnte, sondern online einen Termin vereinbaren musste.

Von der Security wurde man dann vor der Tür nach seinem Namen gefragt und erst dann wurde eine Person nach der anderen mit dem geforderten Sicherheitsabstand eingelassen.

Bevor man das Spendenlokal betreten durfte, wurde bei jedem potenziellen Spender die Körpertemperatur gemessen. Anschließend wurde der Spenderausweis gescannt oder die Neuanmeldung registriert.

Blut spenden

Bevor man zur ärztlichen Untersuchung und Ermittlung des Hämoglobinwertes (wird mittels eines Tropfen Blutes aus dem Finger ermittelt) durfte, konnte man sich noch an verschiedenen Getränken bedienen. Der Arzt fragt dann noch einmal alle Daten ab, misst erneut Fieber und erkundigt sich, ob man mindesten 1,5 Liter getrunken und ausreichend gegessen hat.

Dann kommt der eigentliche Akt der Blutentnahme. Dabei liegt man ganz entspannt auf einer Liege und wird um 500 ml Blut erleichtert. Die Blutabnahme an sich dauert nur knapp 10 Minuten.

Wenn man sich wohl fühl, darf man nach ein paar Minuten die Liege und das Spendenlokal verlassen. Allerdings nicht, ohne sich zum dritten Mal die Hände zu desinfizieren.

Kleiner Fun Fact am Rande: Ich war froh, als ich nach der Blutspende wieder in meinem Auto saß. Mir hat es nämlich die ganze Zeit in der Nase gejuckt und ich habe mich nicht getraut, zu niesen.

So und das war mal wieder ein kleiner Beitrag zu meinem #Coronadiary. Ich werde jetzt den Haaren meiner Männer zu Leibe rücken. Die rennen hier alle rum, wie die Hippies.

Schönen Sonntag noch zusammen…

2 Comments

  1. Claudia Fischer
    29. März 2020 / 17:04

    Moin
    Prima das du das gemacht hast. Ich darf nicht mehr spenden. Ich habe als Vorerkrankung Krebs gehabt. Habe fast 20 Jahre Blut bzw. weißes Blutplasma gespendet. Ich spreche auch mit anderen darüber wie wichtig Blut Spenden ist.
    Gruß und alle liebe Claudia

    • Kerstin
      Autor
      30. März 2020 / 20:05

      Ich bin eigentlich sonst eher der Schisser mit Nadeln und Blut abnehmen aber gerade in der jetzigen Zeit finde ich es ganz wichtig, dass Blut gespendet wird. Liebe Grüße

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