Die Magische Zeit zwischen den Jahren – Die Rau(h)nächte!

Die Magische Zeit zwischen den Jahren – Die Rau(h)nächte!

Wer meinen Blog schon länger liest weiß, dass ich jedes Jahr die Rauhnächte zelebriere. Für mich ist diese magische Zeit es ein schönes Ritual, das alte Jahr zu verabschieden und das neue Jahr zu begrüßen.

Ich freue mich darum sehr, Vanessa von Silentmindfulness gewonnen zu haben. Vanessa und ich kennen uns über Instagram. Sie hat ein Buch über die Rauhnächte* geschrieben und erzählt uns heute etwas darüber:

Vanessa von Silentmindfulness – Über die Rau(h)nächte

Hallo! Ich bin Vanessa, Wahlbayerin und somit Zugezogene. 

Ich übernehme heute das Ruder bei der lieben Kerstin von Tagaustagein.

Ich bin 39 Jahre alt. Ursprünglich komme ich aus Sindelfingen und habe in meiner Freizeit meine Kindheit und Jugend auf einer Jugendfarm in der Natur und mit Tieren (Pferde, Schafe, Esel und Geflügel) verbracht. 

Bis heute habe ich meinen Bezug zur Natur nicht verloren. Ganz im Gegenteil: er ist inzwischen wichtiger geworden! Denn die Natur und die Achtsamkeit sind für mich der Ausgleich für das immer schneller werdende Arbeitsleben.

Ich zelebriere schon über 5 Jahre die Rau(h)nächte und nutze diese jedes Jahr zur Innenschau und zur Persönlichkeitsentwicklung. Ich reflektiere das vergangene Jahr, schließe ab und bin offen und frei für das neue Jahr. 

Über diese magische Zeit zwischen den Jahren habe ich inzwischen ein Buch geschrieben.

Und heute möchte ich Dir daraus ein bisschen etwas verraten.

Woher kommen die Rau(h)nächte?

Vielleicht hast Du diese Bezeichnung schon mal gehört, weißt aber vielleicht gar nicht, was das eigentlich ist? Die Rau(h)nächte sind kein esoterischer Hokuspokus. 

Der Brauch der Rau(h)nächte ist schon sehr sehr alt. Er stammt aus einer Zeit, als die Menschen noch nach dem Mondkalender lebten. Dieser hatte 12 Mondmonate und 354 Tage. Der erste Sonnenkalender wurde ca. 45 v. Chr. von Julius Caesar eingeführt und der letztlich Gregorianische Kalender kam im 16. Jh. so, wie wir ihn heute kennen.

Man merkt, dass zwischen den 354 Tagen des Mondkalenders zu den 365 Tagen des Sonnenkalenders 11 Tage bzw. 12 Nächte fehlen. Es sind also 12 neue Nächte hinzugekommen. Und genau in dieser Niemandszeit finden die Rau(h)nächte statt.

Ich meine, dass die Rau(h)nächte vorwiegend in Süddeutschland, am Alpenrand bekannt waren und hier immer noch traditionell gefeiert werden. Hauptsächlich die damaligen Bauern, die im Rhythmus der Natur und der Jahreszeiten lebten, feierten diese besonderen Nächte.

Heutzutage entdecken auch immer mehr Städter diese besondere Zeit für sich. Auch der Brauchtum und die Traditionen können sich somit inzwischen in ganz Deutschland wiederfinden.

Wann werden die Rau(h)nächte zelebriert?

Die Rau(h)nächte beginnen je nach Region in Deutschland unterschiedlich. Es gibt hier im Grunde genommen kein „richtig oder falsch“, außer Du lebst nach dem Mondzyklus.

Mancherorts beginnen die 12 Nächte am 21.12. der Wintersonnenwende.

Woanders sieht man die Wintersonnenwende als separate Nacht und die Rau(h)nächte beginnen in der Nacht zum bzw. des 25.12.

Wie Du siehst, gibt es unterschiedliche Startdaten. Ich würde selber sagen, dass, wenn Du die Rau(h)nächte feiern möchtest, ob geführt oder ungeführt, jeder Beginn passt, wenn es sich richtig anfühlt. Ich selber starte oft schon in der Nacht des 24.12. auf den 25.12., weil es sich für mich selber passend anfühlt.

Die Rauhnächte

Was wurde in den Rau(h)nächten zelebriert?

Damals galt in der Niemandszeit der Schleier zwischen den Welten der Magie, Märchen, Feen und Geister, als besonders dünn. Auch gab es die Sage der wilden Jagd, der Perchten, die mit Frau Holle über das Land fegten und Sturm und Eis mit sich brachten. Die Zeit konnte auch böse Geister und Verwüstung mit sich bringen. Daher gab es oft auf den Bauernhöfen (heute auch noch!) Räucherungen, die die bösen Energien und Geister vertreiben und Haus und Hof schützen sollten. Es war damals auch Tradition, in jedes Fenster eine Kerze zu stellen.

Die Niemandszeit war die düsterste Zeit des Jahres. Am 21.12., dem Tag der Wintersonnenwende, wurde der Beginn der Rückkehr des Lichtes gefeiert. Ab diesem Tag werden die Tage wieder heller und das Licht, welches für das Leben steht, kehrt zurück.

Wie werden die Rau(h)nächte heute zelebriert?

Die 12 Nächte (13 mit der Wintersonnenwende) werden heutzutage als Abschied des alten Jahres und als Vorbereitung auf das neue Jahr gesehen. Es kann zur Inneschau und Selbstreflexion benutzt werden und als achtsame, ruhige Zeit zwischen den Jahren. Jede Nacht steht für ein anderes Thema. Räuchern und Orakeln ist immer noch erlaubt und auch eine wichtige Tradition.

Viele alte Traditionen, die wir kennen, stammen aus dieser vor kirchlichen Zeit. So zum Beispiel auch das Böllern an Silvester, welches damals die bösen Geister fernhalten und das neue Jahr begrüßen sollte. Auch sagt man immer noch, dass man am Übergang vom 31.12. auf den 01.01 keine Wäsche aufhängen soll, denn es könnten sich böse Geister darin verfangen, die man dann im neuen Jahr immer noch bei sich hat. Viele Traditionen und Bräuche gab es schon vor den kirchlichen Bräuchen. Vieles wurde angepasst und abgewandelt mitgenommen, um es den Menschen, die damals an die Natur und Götter glaubten, es zu erleichtern, die kirchlichen Feiertage und Bräuche anzunehmen. Dies wäre aber ein anderes Thema.

Wie Du die Rauhnächte feierst, bleibt Dir selbst überlassen. Natürlich gibt es grobe Vorgaben, welche Rau(h)nacht für welches Thema steht. Du kannst es aber als eine Art Persönlichkeitsentwicklung sehen, denn letzten Endes beschäftigst Du Dich mit Themen, um das alte Jahr abschließen zu können und frisch und frei in das neue Jahr und nächste Abenteuer zu starten!

Rauhnachtsrituale

Wofür stehen die 12 Nächte?

Jede Rau(h)nacht steht für ihr eigenes Thema. Aber auch die Träume und das Wetter sind an diesen Tagen ganz wichtig. Man sagt ihnen eine orakelnde Deutung voraus. Denn jeder Tag bzw. Nacht steht für den Monat des nächsten Jahres. 

So sind die Themen für die Rau(h)nächte wie folgt:

Wintersonnenwende Vorbereitung des 13 Wünsche Rituals

  1. Nacht  Altes Abschließen
  2. Nacht  Still werden
  3. Nacht  Aufbruch / sich öffnen
  4. Nacht. Vertrauen
  5. Nacht  Den Körper heiligen
  6. Nacht  Gefühle
  7. Nacht  Herzensziele erkennen
  8. Nacht  Entscheidungen treffen
  9. Nacht  Verzeihen, Versöhnen, Frieden schließen
  10. Nacht  Achtsam werden
  11. Nacht  Dankbarkeit
  12. Nacht  Licht erwachen

Wenn Du nun auch die Rau(h)nächte feiern möchtest, dann kann ich Dir mein aktuelles Buch empfehlen, welches ein integriertes Rau(h)nachtsjournal beinhaltet (findest Du auf Amazon als Taschenbuch und Kindle). Rau(h)nacht übrigens kann man mal mit oder mal ohne „h“ schreiben? Das liegt schlichtweg an der neuen deutschen Rechtschreibung 😉

Also, wenn Du Dich gerne nur mal reinlesen möchtest, kann ich Dir auch meine kostenlose Kindle-Leseprobe empfehlen. Zusätzlich dazu verkaufe ich auf www.silentmindfulness.etsy.com selbst illustrierte Orakelkarten, Rau(h)nachtsjournals zum Ausdrucken, 13-Wünsche-Druckvorlagen und Räucherbündelsets mit Kristallen und Palo Santo mit Botschaft. Perfekt also für die Räucherungen an den Rau(h)nachten! 

Jetzt aber genug mit der Werbung. 😉 Ich hoffe, Dir hat mein Gastbeitrag gefallen und Du hast nun die Rau(h)nächte für Dich entdeckt und probierst sie mal aus! Ich verspreche Dir, Du fühlst Dich danach wie nach einem Wellness-Urlaub.

Hab eine frohe Weihnachtszeit und schenke Dir Me-Time und etwas mehr Magie in Deinem Alltag.

Deine Vanessa von Silentmindfulness

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