Früher dachte ich, mit 50 ist das Leben vorbei. In meiner Vorstellung stand man gewissermaßen schon fast mit einem Bein in der Gruft. Seit letzter Woche bin ich nun selber 50. Hmm … was soll ich sagen? Es fühlt sich überhaupt nicht an, wie die Gruft.

Von dem ganzen Corona-Gedöns mal abgesehen habe ich mich noch nie so wohlgefühlt wie jetzt.

Ich bin zufrieden mit mir, mit dem, was ich habe und wer ich bin. Es gab viele Hochs und etliche Tiefs in meinem Leben. Ich habe stürmische Zeiten erlebt und konnte jede Menge Lebenserfahrung sammeln.

Endlich 50 - übers Älterwerden

Von der Ferne und im Rückspiegel aus betrachtet, hat sich all das, was mal als Tiefpunkt aussah, zum Positiven entwickelt. Alles, was ich erlebt habe, hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich jetzt bin. Es sind Erfahrungen, die ich nicht missen möchte, auch wenn ich sie zum damaligen Zeitpunkt nicht so prickelnd fand.

Das Alter ist eine großartige Zeit!

Es ist Erntezeit.

Diesen Spruch habe ich letztens gelesen. Er ist mir im Gedächtnis geblieben, weil ich ihn sehr passend finde. Jetzt ist Zeit, das zu ernten, was man in früheren Jahren gesät hat.

Graue Haare und Falten gehören dazu

Mit den Wechseljahren habe ich mich arrangiert. Sie gehören zum Altwerden dazu, wie die Falten und grauen Haare.

Auch mit meinem Körper habe ich Frieden geschlossen. Ich stehe zu meinen 72 kg, warum auch nicht? Wenn einen Tag die Hose mal spannt – Shit Happens – dann lass ich den Knopf auf und zieh ein „Walle-Walle-Gewand“ drüber.

Ich achte auch mehr auf meine Gedanken und versuche jeden Tag positiv zu beginnen. Für Trübsal und schlechte Laune habe ich eigentlich keine Zeit. Ich versuche mich in Meditation, höre inspirierende Podcasts und probiere vegane Gerichte.

Ich liebe meine Kinder, meinen Enkel, guten Wein, anregende Gespräche und meinen Mann. Mit dem möchte ich nämlich steinalt werden.

Endlich 50

Also, was will ich mehr. Auf die nächsten 50!