Winterhochzeit – Auf der Suche nach dem perfekten Brautkleid

Brautkleid Winterhochzeit

*Beitrag enthält eigene Empfehlungen

Seit meiner Verlobung beschäftigt mich ein Thema am meisten, das Brautkleid. Wie für die meisten Bräute spielt dieses Kleid für mich eine ungemein wichtige Rolle. Welche Braut möchte sich nicht einmal im Leben wie eine Prinzessin fühlen. Von oben bis unten in wunderschönen Stoff gehüllt werden und mit einem Schnitt, der hervorragend zur Figur passt? Herrlich diese Vorstellung …

Besonders “herrlich“ auch für den Geldbeutel und da kommt wohl etwas die schwäbische Mentalität zu tragen, denn ich will nicht wirklich Unmengen an Geld für dieses Kleid ausgeben? Ein Kleid, das ich wahrscheinlich nur einmal in meinem Leben tragen werde?

Was für eine Krux … Aber wo fängt man da an, Abstriche zu machen?

Also habe ich mein blondes Köpfchen angestrengt und bin zu einer für mich perfekten Lösung gekommen. Davon möchte ich euch gerne erzählen.

Brautkleider – Die Auswahl ist riesig

Mein erster Gedanke war natürlich das Internet. Es gibt viele Seiten, welche schöne Brautkleider anbieten. Jedoch haben mich auf manchen Brautkleid Portalen die komischen Preise etwas abgeschreckt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Brautkleid für 124,95 € was Gescheites ist? Da bleibt doch mit Sicherheit irgendetwas auf der Strecke, sei es Passform oder Qualität.

Und ehrlich gesagt, wollte ich auf dieses ganze Feeling à la “Zwischen Tüll und Tränen“ (auf Vox) nicht verzichten.

Dann bekam ich von einer Freundin einen Tipp. Sie meinte, ich solle mich mal in Polen umschauen. Dort würde es tolle Kleider zu humanen Preisen geben. Da wir nicht weit von der polnischen Grenze weg wohnen, war das kein Problem.

Ein Brautkleid aus Polen

Ich sah mich auf der Webseite um und was da vorgestellt wurde, gefiel mir schon ziemlich gut. Also vereinbarte ich einen Termin und freute mich darauf, endlich MEIN BRAUTKLEID auszusuchen.

Ich hätte an dem Tag gerne meine Mutti mitgenommen. Aber da sie so weit wegwohnt, war das leider nicht möglich. Weil ich nicht allein fahren wollte, packte ich meine Trauzeugin und eine gute Freundin ein und wir fuhren zu einem wunderschönen Brautmodegeschäft nach Polen. 

Gott war ich aufgeregt, das kann ich euch sagen.

Die freundliche Verkäuferin sprach perfekt Deutsch. Meine Mädels durften es sich auf der Couch bequem machen, bekamen Kaffee angeboten und wurden umsorgt. Währenddessen durfte ich erst einmal allein die Kleider in Augenschein nehmen und mir ein paar Modelle zur Anprobe aussuchen. Ich war leicht überfordert, weil ich keine Ahnung hatte, was ich eigentlich genau wollte und was mir stehen würde.

Brautkleid bleibt Brautkleid

Also suchte ich erstmal vier verschiedene Kleider aus, die mir ins Auge stachen. Alle in meinem Budget von 600 €, was für polnische Verhältnisse viel ist. Dann brachte die  Verkäuferin noch ein Kleid, in das ich mich sofort verliebte. Es war so wunderschön und detailreich gearbeitet, dass mir der Mund offen stehen blieb. Wahnsinn! Für mich war klar, wenn das jetzt passt, dann wird das MEIN Brautkleid.

Dann ging es an die Anprobe. Die Verkäuferin wollte, dass ich “mein-Mund-blieb-offen-stehen-Kleid“ als letztes anprobiere. 

Die vier Brautkleider waren so lala, eins davon fand ich echt schön, ein Corsagen Kleid mit Tüll und einem Spitzen Bolero darüber. 

Als letzte folgte DAS Brautkleid. Die Verkäuferin öffnete die Kabine und ich stellte mich auf das Podest. Wow. Ich war hin und weg und meine Mädels waren erstmal sprachlos. Da war er wohl, dieser “Zwischen Tüll und Tränen-Moment”. 

Das Brautkleid saß perfekt und ich strahlte. In diesem Augenblick wusste ich, genau das hatte ich mir immer vorgestellt. Es wirkte niedlich und verspielt,aber doch traditionell. Durch die langen Detail gearbeiteten Ärmel passt es perfekt zu unserer Winterhochzeit. An dieser Stelle hätte ich euch gerne ein Bild gezeigt. Geht aber nicht, denn der Bräutigam darf das Brautkleid vor der Hochzeit nicht sehen. Da bin ich echt altmodisch und abergläubisch. Und weil er hier mitliest, müssen wir das mit den Fotos einfach auf nach der Hochzeit verschieben. Ich bin mir sicher, ihr habt dafür Verständnis. 

Brautkleid gefunden – Budget gesprengt

Natürlich sprengte ausgerechnet dieses Kleid mit 800 € mein Budget. In Deutschland hätte dieses Kleid locker 1.600 € gekostet. Aber Scheiß drauf, man heiratet schließlich (hoffentlich) nur einmal. Diesen Tag wird man sein Leben lang in Erinnerung behalten. Außerdem hat die Mutti, die wir übrigens die ganze Zeit der Anprobe mit Fotos auf dem Laufenden gehalten haben, zugesichert, etwas zum Kleid beizusteuern.

Also habe ich Nägel mit Köpfen gemacht. Ich habe das Kleid gekauft und die Hälfte angezahlt. Acht Wochen vor der Hochzeit muss ich dann nochmal zur Anprobe. Dann wird das Kleid genau auf mich angepasst. Die Änderungsarbeiten gibt es für schlappe 10 € dazu. Herzlich willkommen in Polen.

Die Suche nach dem Brautkleid und der Tag der Anprobe waren total aufregend. Ich bin immer noch hellauf begeistert und freue mich, in ein paar Monaten dieses wunderschöne Brautkleid tragen zu dürfen. Für mich ist es perfekt und das ist die Hauptsache.

Natürlich dürfen bei einer Winter-Braut die entsprechenden Accessoires nicht fehlen. Aber die stelle ich euch in einem anderen Blogbeitrag vor. Seid gespannt…

Noch mehr zu unseren Hochzeitsvorbereitungen findet ihr hier:

Wie war denn eure Suche nach eurem Wunschkleid? Und wo habt ihr es gefunden? Wie viele Kleider habt ihr anprobiert, bevor ihr euer Traumkleid hattet? Ich freue mich über eure Erfahrungen.

2 Kommentare

  1. Jessica hüster
    21. November 2019 / 18:57

    Hallo mein hochzeitskleid hatte ich in Frankreich gekauft da es dort auch günstiger als in Deutschland ist und ich dadurch sparen konnte
    Und genau dieser wow Effekt hatte ich direkt beim ersten Kleid gehabt

  2. 23. November 2019 / 12:24

    Ich hatte mein Hochzeitskleid direkt hier in Deutschland gekauft. Im Nachhinein fand ich das nicht gut. Ich habe inkl. Änderung knapp 1.800€ bezahlt und hätte es einfach direkt in einem anderen Laden kaufen können, wo ich (glaube ich) wesentlich glücklicher geworden wäre. Denn die Änderung (Schleppe abnehmen lassen) hat mich extra nochmal 200€ gekostet, was vorher niemals kommuniziert wurde…

    Jetzt hängt es im Keller. Und ich wollte es eigentlich immer noch verkaufen. Aber irgendwie ist den Leuten auch 450€ noch zu teuer – und das finde ich schon ziemlich krass. Irgendwie. Ich weiß auch nicht. Ich fänd‘ es schön, wenn das Kleid noch jemand anderen glücklich machen würde. Es sieht einfach aus, wie neu…

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